Friedrich-Ebert-Schule  -  Ganztagsrealschule in Ratingen Mitte 

Ganztagsrealschule in Ratingen Mitte 


Beratungs- und Präventionskonzept der FES


Schon immer wurde und wird auf die persönliche Beratung der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern großer Wert gelegt, denn Beratung ist eine Kernaufgabe der Lehrerinnen und Lehrer. Mit dem Schuljahr 2014/15 ist die FES in allen Jahrgangstufen eine Ganztagsschule, welche neue Herausforderungen und Chancen beinhaltet. Ziel ist es den Schülerinnen und Schülern neben fachlichen Qualifikationen soziale Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, die sie befähigen in einer pluralen Gesellschaft erfolgreich zu bestehen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Beratungs- und Präventionsarbeit der FES richten sich nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler. So gibt es zur Zeit folgende Schwerpunkte:

  • Transparenz

  • Soziales Lernen

  • Umgang mit Gewalt

  • Umgang mit neuen Medien / Cybermobbing

  • Drogenprävention


Transparenz

Schule setzt vielfältige Dialoge zwischen Schülern, Lehrern und Eltern voraus. Um diese Dialoge zu vereinfachen und zu vereinheitlichen hat die FES seit dem Schuljahr 2013/14 einen Schülerkalender eingeführt. Neben einem Kalenderteil, enthält er schulspezifische Informationen und Grundsätze. Er soll den Schülerinnen und Schülern helfen sich selbst zu organisieren und wichtige Informationen zu bündeln. Daneben ist er aber auch ein Kommunikationsträger zwischen Schule und Elternhaus. Mit der Einführung des Schülerkalenders ist es möglich geworden Schülerinnen und Schülern Hilfen, Regeln, Vereinbarungen und Ansprechpartner jederzeit zugänglich zu machen.

Soziales Lernen

Seit dem Schuljahr 1998/99 ist an der Friedrich-Ebert-Realschule eine neue Konfliktkultur etabliert worden. Das Projekt Schüler-Streit-Schlichtung ist Bestandteil unseres Schulprofils im Sinne einer Qualitätsverbesserung. Nach einjähriger Ausbildung stehen Streitschlichter/innen der Klassen 10 ihren Mitschülern zur Verfügung. Diese Möglichkeit, der Gewalt unter Schülern/Schülerinnen zu begegnen, stellt eine Form dar, die mit der Vorstellung bricht, nur Lehrer/innen müssten Konflikte zwischen Schülern lösen und ihnen mit den bekannten administrativen Maßnahmen begegnen. Im Rahmen des bei uns laufenden Streit-Schlichter-Programms übertragen die Gremien bestimmten ausgewählten und ausgebildeten Schülern die Verantwortung für das Zusammenleben an der Friedrich-Ebert-Realschule.

Die ausgebildeten Streitschlichter werden in Klasse 10 eingesetzt und weiter betreut. Die Supervision erfolgt durch den ehemaligen Ausbildungslehrer - jetzt Coach genannt. Der Coach hat die Aufgabe, den Rahmen für die Arbeit der aktiven Streitschlichter, den "Peer Group-Educators", zu schaffen und sie beständig zu unterstützen. Der Coach agiert außerhalb des eigentlichen Rahmens der Schlichtung und sichert die Freiräume und Möglichkeiten der Schlichter und deren Eigenaktivitäten nach dem Motto: The Coach plays beside the line!

Soziales Lernen ist ein Schwerpunkt an der FES für den, auf die individuelle Situation einer Klasse bezogen, einmal wöchentlich eine Tutoriumsstunde stattfindet. Hierbei werden ein sozialer Umgang miteinander eingeübt und so gewaltpräventiv gearbeitet.

Um den Persönlichkeitsstärkenden und Klassenfindenden Unterricht der Jahrgangsstufe 5 zu unterstützen nimmt die FES am Workshop „Stark im Konflikt“ teil. Die Schülerinnen und Schüler lernen so, Streitsituationen adäquat zu lösen.

Umgang mit Gewalt

Gewalt gegen Menschen und Dinge wird an der FES nicht geduldet. Diese Vereinbarung unterschreiben alle Schülerinnen und Schüler am Beginn eines Schuljahres und nehmen dabei auch die Konsequenzen zur Kenntnis mit denen sie bei einer Zuwiderhandlung sanktioniert werden. Die FES hat einen Sanktionenkatalog aufgestellt um allen Beteiligten klar vor Augen zu führen, wie der Umgang mit Gewalt eingeordnet wird. So wissen alle an der Schule Beteiligten (Schüler/Lehrer/Eltern), welche Konsequenzen erfolgen.

In Fällen von Mobbing steht der Opferschutz an der FES an erster Stelle. Die Opfer könne sich jeder zeit an die Lehrerinnen und Lehrer wenden. Um den Opfern den Schritt aus der Anonymität zu erleichtern, steht eine Mailadresse zur Verfügung, unter der sie unbeobachtet ihre Sorgen loswerden können. Angelehnt an die Farsta – Methode gibt es eine feste Reihenfolge im Falle eines Übergriffs. Täter bekommen klare Konsequenzen aufgezeigt, die sie nach einem Regelbruch zu tragen haben. Falls diese nicht zum gewünschten Erfolg führen, kann in einem Trainerkonzept die Klasse einbezogen werden. Ziel bei allen Sanktionen ist Verbesserung des Schulklimas und Entwicklung von Lernkompetenzen.

Umgang mit neuen Medien /Cybermobbing

Die digitale Welt stellt die Schule und die Schülerinnen und Schüler vor neue Herausforderungen. Mit den neuen Medien umzugehen ist Aufgabe jeden Faches und jeder Jahrgangsstufe.

Um die Schülerinnen und Schüler für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren, führt die FES in der Jahrgangsstufe 6 Projekttage zur Internetsicherheit in Zusammenarbeit mit der Polizei Mettmann durch. Der Umgang mit Cybermobbing wird ebenfalls hier thematisiert. Der Umgang mit Cybermobbing erfolgt ebenso wie der bei Mobbing.

Drogenprävention

Maßnahmen zur Gesundheitserziehung und Suchtvorbeugung sind wichtige Aufgaben praktisch aller Fächer und Unterrichtenden in allen Jahrgangsstufen. Information und Beratung über potentielle Gefahren und "richtiges" Verhalten können aber allein ein Suchtverhalten nicht verhindern. Erfolgversprechender ist es, die Kinder von vornherein zu selbstbewussten und ausgeglichenen Persönlichkeiten zu erziehen.

Neben der Suchtprävention durch Persönlichkeitsstärkung findet in der Jahrgangsstufe 8 ein Drogenpräventionsprojekt in Zusammenarbeit mit der Polizei Mettmann statt. Dies kann im Bedarfsfall in höheren Jahrgangsstufen wieder aufgegriffen werden durch Präventionsvorhaben in Zusammenarbeit mit der diakonischen Beratungsstelle Ratingen.


Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel führt seit geraumer Zeit zu veränderten und erweiterten Problemfeldern auch an unserer Schule, so dass die Schulkonferenz seit dem Schuljahr 1998/99 einen erhöhten Beratungsbedarf feststellte und einen Beratungslehrerin beauftragte, die für "Lern- und Verhaltensschwierigkeiten" wie auch für besondere "Krisen und Konflikte" zuständig ist.

Die Beratung erfolgt nach den Grundsätzen Prävention, Intervention und Kooperation. So wird versucht aktuelle Problemstellungen mit Präventionsangeboten zu begegnen. Schwerpunkte der Intervention sind persönliche Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern. Je nach Dringlichkeit finden die Gespräche sehr kurzfristig statt, andernfalls in der festen wöchentlichen Sprechstunde. Hierbei übernimmt die Beratungslehrerin eine Multiplikatorenaufgabe. Das im Rahmen der schulischen Beratung leistbare wird geleistet. In Kooperation mit verschiedenen Hilfeträgern (Jugendamt, Beratungsstellen, Polizei, SKF, niedergelassenen Psychologen) können Lösungen angebahnt werden. 




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